Jedes Jahr veröffentlichen Polizei und Fachverbände erschreckende Zahlen, die den massiven Diebstahl von Fahrrädern belegen. Laut polizeilicher Statistik wurden 2014 mehr als 300.000 Bikes gestohlen. Nur wenige Taten werden aufgeklärt. In weniger als zehn Prozent aller Fälle können die Täter ermittelt werden. Durch die Diebstähle entstehen hohe Schäden, welche Experten mit Summen von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr beziffern.

Wenn die Fahrräder nicht gesichert sind, stellen sie eine leichte Beute dar und Diebe haben ein leichtes Spiel. Günstige Schlösser bieten häufig nur einen unzureichenden Schutz. Gerade die Fahrräder, die ab- aber nicht angeschlossen werden, lassen sich sofort entwenden. Schließlich können Langfinger diese einfach wegtragen – und deren Schlösser an anderer Stelle aufbrechen.

Experten gehen davon aus, dass kein Schloss hundertprozentig sicher ist. Allerdings bieten die Schlösser, die nicht innerhalb von drei Minuten aufzubrechen sind, einen relativ hohen Schutz. Dann wird der Diebstahl verhindert, weil den Tätern nicht genügend Zeit zur Verfügung steht.

Fahrer, die ihr Bike sichern wollen, können aus einem großen Sortiment an Schlössern wählen, das aus unterschiedlichen Bauarten besteht. Wir stellen die verschiedenen Schlösser in diesem Ratgeber vor. Hier erfahren Sie unter anderem, welche Bauart tatsächlich für Sicherheit sorgt.

Was ist ein Fahrradschloss?

Zur Sicherung des Fahrrades bieten unterschiedliche Hersteller verschiedene Verschlusssysteme an, die als Fahrradschloss bezeichnet werden. Diese Systeme sollen vor Diebstahl schützen. Die Hersteller bieten die ein oder anderen Systeme, die sich deutlich unterscheiden. Außer Bügel-, Falt- und Kettenschlössern gibt es auch Panzerkabelsysteme und Rahmensicherungen. Verkehrs- und Diebstahlexperten empfehlen grundsätzlich ein Schloss, das den Diebstahl erschwert.

Einige Schlösser können tatsächlich einen guten Schutz vor der Entwendung bieten. Äußere Angriffe lassen sich mit vielen Systemen abwehren. Diebe werden durch schwere Sicherheitssysteme, die sich nicht einfach aufbrechen lassen, abgeschreckt. Bei der Wahl des richtigen Fahrradschlosses müssen sich Fahrerinnen und Fahrer für ein Sicherheitssystem entscheiden. Oftmals muss ein Kompromiss getroffen werden, weil sich das Gewicht auf die Handhabung auswirkt.

Der Preis für das Fahrrad sollte in die  Kaufüberlegungen einfließen, bevor ein Schloss erworben wird. Wenn das Bike nicht viel gekostet hat, reicht oftmals auch ein einfacheres Schloss. Teure Drahtesel werden häufig mit besseren Schlössern gesichert, die etwas mehr Geld kosten. Grundsätzlich müssen Sie sich entscheiden, wieviel Schutz benötigt wird. Ein hochwertiges Schloss bietet natürlich die meisten Vorteile.

Fahrradschlösser: Bauarten in der Übersicht

Wer kurz ein Eis genießen möchte oder einen Einkauf erledigt, erlebt manchmal danach eine böse Überraschung. Das geliebte Fahrrad ist verschwunden. Diebstähle sind in vielen Städten an der Tagesordnung – oftmals schlagen die Langfinger sogar am helllichten Tag zu. Ein Fahrradschloss kann die Entwendung des Drahtesels erschweren. Dabei bieten die Hersteller unterschiedliche Bauarten an, die nicht immer einfach zu knacken sind. Wir stellen die verschiedenen Arten der Schlösser vor, die für Schutz sorgen können.

Bügelschloss: Hohe Sicherheit vor Diebstählen

Die Optik eines Bügelschlosses erinnert an große Vorhängeschlösser, die zur Sicherung von Toren und Türen eingesetzt werden. Die Bügelsysteme bestehen aus einem großen Ring, der aus Metall besteht. Diese sind von Kunststoff umgeben. An den Ring schließt sich das Schloss an, das sich mit dem Bügel verbindet, wenn der Schlüssel bewegt wird.

Bügelschlösser haben einen guten Ruf, weil sie den Diebstahl von Bikes erschweren. Allerdings sind diese Sicherheitssysteme etwas schwerer als andere Schlösser. Hochwertige Bügelsysteme wiegen mehr als 1,5 Kilogramm. Ein wichtiges Indiz für die Qualität des Schlosses ist die Dicke des Bügels. Dieser sollte mindestens 15 Millimeter dick sein, damit Bolzenschneider und andere Einbruchswerkzeuge versagen.

Experten empfehlen häufig Bügelschlösser, deren Kern aus gehärtetem Stahl besteht. In der Mitte des Rings sind weiche Materialien hilfreich, weil Attacken mit Kältesprays erschwert werden. Die Mischung aus Stahl und weichem Material kann für einen hohen Schutz sorgen, der Langfinger abschreckt.

Das Schloss lässt sich zwischen Speichen und Rahmen fixieren. Oftmals kann es zudem mit feststehenden Objekten wie Radständern, Laternen oder Zäunen verbunden werden – allerdings fällt der Anschluss nicht immer leicht. Wenn das Schloss mit dem Fahrrad und einem Objekt verbunden ist, besteht keine Gefahr, dass Diebe den Drahtesel einfach fortragen, um das Schloss an anderer Stelle aufzubrechen.

Vorteile von Bügelschlössern:

  • Sorgen für hohe Sicherheit
  • Zahlreiche Anschlussmöglichkeiten
  • Abschreckende Wirkung auf Diebe

Nachteile von Bügelschlössern:

  • Hohes Eigengewicht
  • Anschluss nicht immer einfach

Faltschlösser: Flexible Systeme als Diebstahlschutz

Bereits seit dem Jahr 2005 bieten unterschiedliche Hersteller von Sicherheitssystemen Gelenk- und Faltschlösser an. Diese Schlösser bestehen aus starren Gliedern, die durch einzelne Gelenke verbunden sind. Die Konstruktionen, die an einen Zollstock erinnern, lassen sich sehr flexibel verwenden. Nach der Nutzung können Sie diese Sicherheitssysteme auf kleinem Raum verstauen, weswegen sie auch zum Beispiel gut in einem Rucksack oder ähnlichem transportierbar sind.

Viele Hersteller behaupten, dass die Falt- und Gelenkschlösser genauso sicher sind wie Bügelsysteme. Tatsächlich entsteht durch die Schlösser ein hoher Schutz, der Langfinger abschrecken wird. Allerdings sind sich auch viele sicher, dass Bügelschlösser die besseren Systeme sind, weil Diebe es noch schwerer haben. Trotzdem sind die wesentlich leichteren und kompakteren Falt- und Gelenksysteme eine Alternative, die ebenfalls für Diebstahlschutz sorgt.

Durch die beweglichen Glieder wird zum Beispiel das Ansetzen von Metallsägen erschwert. Und weil die Sicherheitssysteme ein flaches Profil besitzen,stellen Bolzenschneider ebenfalls keine optimale Vorgehensweise dar. Die Falt- und Bügelschlösser lassen sich gut verwenden – allerdings erfordert das zunächst etwas Übung. Doch dann kann das Fahrrad auch mit bestimmten Objekten verbunden werden, was das Forttragen verhindert.

Faltschlösser gibt es in unterschiedlichen Längen. Manche Sicherheitssysteme sind nur 70 Zentimeter lang. Andere besitzen eine Länge von 120 Zentimetern. Das wirkt sich auf das Gewicht aus. Viele Systeme, die per Schlüssel gesichert werden, wiegen lediglich um die 600 Gramm. Andere Schlösser sind etwas schwerer, weil sie mehr als 1.500 Kilogramm wiegen.

Vorteile von Faltschlössern:

  • Sorgen für Sicherheit
  • Zahlreiche Möglichkeiten des Anschlusses
  • Einfach zu transportieren
  • Geringes Gewicht

Nachteile von Faltschlössern:

  • Nutzung erfordert Übung
  • Nicht so sicher wie Bügelschlösser

Kettenschlösser: Einfacher Schutz durch Metallglieder

Viele nutzen schwere Metallketten, durch die das Fahrrad gesichert wird. Die Kettenschlösser bestehen aus einzelnen Metallgliedern, die miteinander verbunden sind. An diesen Sicherheitssystemen findet sich ein Vorhängeschloss, durch das sich die Glieder der Kette verschließen lassen. Optisch machen die schweren Systeme oftmals einen guten Eindruck. Das hohe Gewicht vermittelt das Gefühl von Sicherheit. Allerdings sind viele Kettenschlösser aus mehreren Gründen nicht unbedingt zu empfehlen.

Zahlreiche Kettenschlösser, deren Inneres durch eine Kunststoffumhüllung oder durch Stoff gesichert wird, sehen zwar stabil aus, lassen sich aber mit Hilfe eines Bolzenschneiders in kurzer Zeit aufbrechen. Schließlich bestehen die Elemente der Kette nicht aus Metallstäben wie bei den zeitgemäßen Falt- und Gelenkschlössern. Die einzelnen Teile der Kette sind sehr schnell durchbrochen, wenn diese nicht dicker als zehn Millimeter sind.

Vor allem die günstigen Varianten des Kettenschlosses sind kein Hindernis, weil große Zwischenräume, die die Kontrolle erleichtern sollen, den Aufbruch des Schlosses vereinfachen. Bessere Kettenschlösser verfügen aus diesem Grund über Glieder, die mindestens 15 Millimeter dick sind – und nur kleine Zwischenräume besitzen. Sie bestehen aus Metall, das nach außen gehärtet ist. Das erschwert den Dieben die Arbeit, weil Bolzenschneider versagen. Im Innern findet sich oftmals ein weicher Kern, der die Glieder vor Kältesprays schützt.

Eine weitere Schwachstelle ist das Vorhängeschloss, das erfahrene Diebe mit einem Universal-Dietrich knacken werden. Schließlich werden diese Sicherheitssysteme, durch die das Fahrrad auch mit einem anderen Objekt verbunden wird, mit einem Schlüssel bedient, der über seitliche Zähne verfügt. Diese Zähne lassen sich durch einen Dietrich imitieren, sodass das Schloss in kurzer Zeit geöffnet ist. Zahlreiche Sicherheitsexperten raten daher von der Nutzung von Kettenschlössern ab.

Vorteile von Kettenschlössern:

  • Optische Abschreckung
  • können mit Objekten verbunden werden

Nachteile von Kettenschlössern:

  • Kein Hindernis für erfahrene Diebe
  • Schlösser oft einfach zu knacken
  • Hohes Eigengewicht

Kabel- und Rahmenschlösser: Kein Hindernis für Kriminelle

Es existieren weitere Sicherungssysteme, die allerdings nur unzureichenden Schutz bieten. Eine günstige Möglichkeit sind Kabelschlösser. An vielen Fahrrädern finden sich zudem Steck- oder Speichenschlösser, die für Sicherheit sorgen sollen. Beide Systeme sind für Diebe allerdings kein Hindernis, weil sie sich einfach knacken lassen. Daher raten die meisten Experten davon ab, sich nur auf diese Schlösser zu verlassen.

Selbst mit einem kleinen Bolzenschneider, der im Rucksack bewegt wird, lassen sich Kabelschlösser in kurzer Zeit knacken. Diese bestehen lediglich aus einem Stahlseil, das von Kunststoff ummantelt wird. Immerhin lassen Kabelschlösser, in deren Innern manchmal nur eine Verdrahtung existiert, relativ flexibel nutzen. Durch das Seil kann das Fahrrad auch mit einem Objekt wie einem Fahrradständer verbunden werden. Weil zur Fertigung des Seils aber häufig nur Draht verarbeitet wird, ist das Sicherheitssystem sehr schnell durchtrennt.

Oftmals werden die Schlösser nicht mit einem Schlüssel, sondern durch eine Zahlenkombination gesichert. Mit etwas Geduld lässt sich jede Kombination knacken, sodass keine umfassende Sicherheit entsteht. Zwar stellen diese Schlösser einen einfachen Schutz dar, erfahrene Diebe wird ein Kabelschloss aber nicht abschrecken.

An vielen Bikes findet sich ein Steck-, Rahmen- oder Speichenschloss, das am Hinterrad positioniert ist. Bei Betätigung des Schlüssels wird ein Metallstift zwischen den Speichen arretiert. Aufgrund der Bauweise lassen sich viele Speichenschlösser durch den Einsatz von roher Gewalt entfernen. Im Anschluss muss lediglich das Hinterrad ausgetauscht werden.

Mit diesen Schlössern wird zudem nur der Reifen gesperrt. Das Fahrrad wird aber nicht mit einem Objekt verbunden, sodass es fortgetragen werden kann. Gerade in größeren Städten agieren kriminelle Banden, die Transporter verwenden, um kaum gesicherte Fahrräder zu klauen. Wer seinen Drahtsesel nur mit einem Rahmenschloss sichert, lädt diese kriminellen Zusammenschlüsse quasi zum Diebstahl ein. Als zusätzlicher Verschluss lassen sich diese Schlösser aber gut verwenden.

Das Premium Fahrradschloss

Fahrradschloss „Fold & Hold“

  • Aus 5 mm dicken Stahl
  • Große Flexibilität durch 6 Gelenke
  • Gesamtlänge von 85cm

Schlösser für sein Fahrrad finden: Worauf beim Kauf zu achten ist

Weil alleine in Deutschland mehr als 300.000 Fahrräder pro Jahr entwendet werden und eine hohe Dunkelziffer existiert, sollte das eigene Bike durch ein Sicherheitssystem geschützt werden. Sie können aus unterschiedlichen Bauarten wählen, die aber nicht alle immer zu empfehlen sind. Wir erklären, worauf Sie achten müssen, um ein Schloss zu erwerben, das für einen gewissen Schutz vor dem gefürchteten Diebstahl sorgt.

Menschen nutzen unterschiedliche Bikes, um sich fortzubewegen. Einige Personen verwenden gebrauchte, die nicht viel Geld gekostet haben. Andere Fahrerinnen und Fahrer investieren große Summen, um teure Modelle zu erwerben.

Die Kosten für das Fahrrad sollten beim Kauf eines Schlosses berücksichtigt werden. Schließlich kosten die Sicherheitssysteme manchmal mehr als 100 Euro. Diese Investition ist nur sinnvoll, wenn ein teureres Fahrrad verwendet wird.

Als Grundregel gilt: Das Schloss sollte mindestens zehn Prozent des Fahrradpreises kosten. Wer einen älteren Drahtesel benutzt, kann durchaus einige Euros sparen und lediglich ein einfaches Schloss erwerben – schließlich muss das Sicherheitssystem nicht mehr als das eigentliche Fortbewegungsmittel kosten. Ein Diebstahl ist in diesem Fall eher zu verschmerzen, weil das oftmals gebrauchte Fahrrad nicht viel Geld gekostet hat. In diesem Fall reicht durchaus ein einfaches Kabel- oder Kettenschloss, das ab zehn Euro erstanden werden kann.[/vc_column_text]

Wer ein teures Bike benutzt, sollte mehr Geld investieren, um für höhere Sicherheit zu sorgen. In diesem Fall empfehlen Experten den Ankauf eines Bügel- oder Faltschlosses, das etwas mehr Geld kostet. Dabei sollten Nutzerinnen und Nutzer aber nicht dem weit verbreiteten Irrglauben verfallen, dass ein Diebstahl in Zukunft ausgeschlossen ist. Schließlich lassen sich auch teure Schlösser knacken.

Aus diesem Grund empfehlen Fachleute, dass das geliebte Bike mit mehreren Schlössern gesichert wird. Durch unterschiedliche Bauarten wird der Diebstahl erschwert, weil Diebe für jedes Schloss ein einzelnes Werkzeug brauchen, das nicht immer vorhanden ist. So benötigen sie mehr Zeit, um die Sicherheitssysteme zu knacken. Weil viele Diebstähle nach drei Minuten abgebrochen werden, ist die Anschaffung von mehreren Schlössern oftmals zu empfehlen.

Berücksichtigen Sie also unbedingt die Bauweise des Schlosses. Vor allem die einfachen Kabelschlösser sind sehr schnell geknackt. Diese bestehen oftmals nur aus Drähten, die keinem Bolzenschneider standhalten. Als sichere Alternativen gelten, wie gesagt, Falt- und Bügelschlösser, die einen Diebstahl immens erschweren. Experten weisen aber darauf hin, dass auch diese Schlösser durch Kriminelle geöffnet werden können. Nicht alle Modelle sorgen für Sicherheit.

Einige Schlösser weisen sogar erstaunliche Mängel auf, obwohl sie viel Geld kosten. Es ist daher unbedingt zu empfehlen, dass Sie sich vor dem Kauf ganz genau informieren. Recherchieren Sie also im Internet. Die Erfahrungsberichte von anderen Nutzerinnen und Nutzern bieten oftmals hilfreiche Informationen, die über die Qualität und den Komfort der Schlösser aufklären. Eine gründliche Recherche ist eine gute Hilfe, durch die die Gefahr eines Fehlkaufs deutlich reduziert wird.

Zubehör zum Fahrradschloss

Manche Hersteller von Fahrradschlössern bieten praktisches Zubehör an, durch die der Transport des Sicherheitssystems vereinfacht wird. Es können praktische Artikel gekauft werden, durch die das Schloss an bestimmten Orten mit dem Boden oder einer Wand verbunden werden kann. Wir stellen hilfreiches Zubehör vor, das durch Hersteller wie Abus oder Axa hergestellt wird.

Bügelschlösser sorgen für hohe Sicherheit, lassen sich allerdings nicht einfach transportieren. Hier bieten Bügelklemmen Abhilfe an, die am Rahmen des Fahrrads befestigt werden.

 Die kleinen Transportgelegenheiten werden mit Hilfe von Schrauben oder Schellen aus Kunststoff am Bike befestigt. In die Klemme lässt sich das Bügelschloss fixieren. Das funktioniert bei den gängigen Rahmen von Fahrrädern, damit unterschiedliche Drahtesel mit dem Zubehör ausgestattet werden können.

Die ebenfalls beliebten Faltschlösser können in einer solchen Klemme aber nicht transportiert werden. Für sie gibt es dafür anderes, spezielles Zubehör. Dieses besteht aus einer Tasche, die dem Schloss Platz bietet, wenn das Fahrrad bewegt wird. Sie wird oftmals mit Hilfe von Klettbändern am Rahmen befestigt.

Eine solche Tasche kostet nur wenig Geld – einfache Modelle sind bereits ab zehn Euro erhältlich.

Einige Hersteller offerieren zudem Zubehör, mit dem das Fahrrad in Innenräumen gesichert werden kann. Sie stellen Bodenanker her, die an den Wänden oder eben Böden von Garagen, Abstellräumen und Wohnfluren fixierbar sind. Die Anker werden durch Schrauben mit dem Boden oder einer Wand verbunden. Danach kann das Schloss mit Fahrrad und Anker verknüpft werden, was ein Wegtragen bei einem Einbruch verhindert. Die kleinen Anker sorgen für höhere Sicherheit, weswegen eine Anschaffung zu empfehlen ist, falls das Fahrrad in Innenräumen steht.

Das Premium Fahrradschloss „Heavy Lock“ von Sportastisch hat eine 6mm dicke Stahlkette.

Fahrradschloss „Heavy Lock“

  • 6mm dicke Stahlkette
  • 5-stelliges Zahlenschloss
  • 100.000 mögliche Zahlencodes

Fragen und Antworten zum Fahrradschloss

Zu jeder Jahreszeit werden Fahrräder entwendet. Oftmals schlagen die Diebe sogar am helllichten Tag zu – und das selbst in belebten Innenstädten. Die Aufklärungsquote ist gering. Die Diebe haben es besonders leicht, wenn das Fahrrad nicht richtig gesichert ist. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, die den Ankauf und die Nutzung eines Fahrradschlosses erleichtern.

Fünf Tipps für ein sicheres absperren

Nur schnell das Fahrrad abzustellen, um den Supermarkt zu besuchen, kann schlimme Folgen haben. Selbst bei kleinen Einkäufen bleibt Langfingern genügend Zeit, um das Fahrrad zu entwenden. Das muss nicht sein! Mit unseren Tipps erschweren Sie Kriminellen den Diebstahl.

  1. Hochwertige Schlösser einsetzen

Wenn das Rad recht teuer in der Anschaffung wat, ist der Schutz besonders wichtig. Für ein hochwertiges Fahrradschloss sollten Sie rund zehn Prozent des Wertes ausgeben, den das Bike gekostet hat. Grundsätzlich gilt, dass teurere Schlösser einen höheren Schutz bieten. Die Sicherheitssysteme ab 60 Euro sind häufig gut nutzbar, weil sie Dieben die Entwendung erschweren.

Der Preis ist ein Richtwert, der aber nur bedingt über die Qualität des Schlosses aufklären kann. Darauf verweisen Fachleute des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Weitere Merkmale, die für die Qualität des Schlosses sprechen, sind ein hohes Gewicht. Leichte Schlösser besitzen eine geringere Materialstärke und erleichtern Dieben das Leben. Ansonsten sollten Sie auch auf den Schlüssel achten. Je komplexer die Formen des Schlüssels, desto schwerer fällt die Nutzung eines Dietrichs.

 

  1. Die Umgebung einbeziehen

 

Kolja Opel, der Technikexperte des Fachverbands ADFC rät, dass das Schloss mit dem Rahmen und einem der Räder verbunden werden sollte. Das Sicherheitssystem muss außerdem mit einem Objekt aus der Umgebung verbunden werden. Feste Fahrradständer, hohe Laternenpfähle oder massive Zäune lassen sich gut zur Sicherung verwenden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Bike nicht über den Gegenstand gehoben werden kann. Einige Straßenschilder sind zu kurz, um wirkliche Sicherheit zu bieten.

Fachleute weisen zudem darauf hin, dass der Abstellort zu berücksichtigen ist. Einsame Plätze oder schwer einsehbare Gassen locken Diebe an. Belebte Orte schrecken sie dagegen ab. Ein weiterer Tipp: Wenn Sie das Fahrrad immer am gleichen Ort abschließen, wissen Kriminelle, wann und wo sie zuschlagen können. Wechseln Sie also den Standort, auch wenn das Rad in der Nähe der Wohnung verschlossen wird.

 

  1. Mehrere Sicherheitssysteme nutzen

 

Die Experten der Stiftung Warentest haben einen weiteren Ratschlag, den Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Grundsätzlich ist jedes Schloss zu knacken. Weil für jedes Schloss aber anderes Werkzeug benötigt wird, erschweren Sie kriminellen Personen den Diebstahl, wenn sie mehrere Sicherheitssysteme verwenden.

Viele Diebe sind auf eine bestimmte Sorte spezialisiert. Wenn das Bike zum Beispiel mit einem Falt- und einem Bügelschloss gesichert wird, steigt der Aufwand, sodass Kriminelle abgeschreckt werden. Die Kombination aus unterschiedlichen Schlössern hat sich gerade in Großstädten bewährt, weil Langfinger sich lieber an Drahteseln vergehen, die nur mit einem Schloss gesichert sind.

 

  1. Sichere Orte für die Nacht verwenden

 

Auch wenn es zumeist einfacher ist, den Drahtesel im Freien zu verschließen, bieten sich andere Orte an, die für Schutz sorgen. Am besten wird das Fahrrad im eigenen Keller, in der Abstellkammer oder in der Garage verwahrt. Dort sollte es zusätzlich verschlossen werden.

Im Fall eines Einbruchs besteht weniger Gefahr, dass das Rad entwendet wird. Diebe, die im Freien agieren, haben aber grundsätzlich keine Chance, an das Fahrrad zu gelangen. Daher empfehlen Fachleute der Polizei, dass das Rad am besten in Innenbereichen gesichert wird, zu denen andere Menschen keinen Zugang haben.

 

  1. Cluster aus Rädern bilden

Manchmal können Fahrräder in Hausfluren oder Kellern nicht richtig gesichert werden. Dort sind keine Objekte vorhanden, an die das Fahrrad mit dem Schloss fixiert werden kann. In diesem Fall ist es hilfreich, mehrere Bikes zusammenzuschließen. Sie entsteht ein Cluster aus Rädern, welches Dieben das Forttragen erschwert. Von dieser Möglichkeit sollte aber nur Gebrauch gemacht werden, wenn kein Gegenstand vorhanden ist, an den sich das Rad anschließen lässt. Falls Sie aber mit mehreren Personen radeln, bietet sich ein Cluster geradezu an.[/vc_column_text]

Fünf Tipps für ein sicheres Absperren

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Geschichte des Fahrrads und des Schlosses

 

Heute existieren in Deutschland rund 72 Millionen Fahrräder, die von den Bewohnern des Landes zur Fortbewegung verwendet werden. Es handelt sich um einen Gebrauchsgegenstand, der von vielen Menschen eingesetzt wird, um kurze und lange Strecken zurückzulegen. Aus den ersten Modellen, die bereits vor mehr als einhundert Jahren entstanden, entwickelten sich hochmoderne Fortbewegungsmittel, die für schnelle Fahrten nutzbar sind.

Mit der Zahl der Fahrräder ist auch die Zahl der Diebstähle gestiegen. Aus diesem Grund sind in den vergangenen Jahrzehnten neuere Sicherungssysteme entstanden. Dieser Artikel schildert nicht nur die Historie des Fahrrads, sondern beleuchtet auch die Entstehung von Schlössern, die für Sicherheit sorgen.

Die ersten Räder der Weltgeschichte

 

Bereits im Altertum versuchten Wissenschaftler zweirädrige Fahrzeuge zu entwickeln, die durch Muskelkraft angetrieben wurden. Die einzelnen Erfindungen konnten sich allerdings nicht durchsetzen. So erfand der Stellmacher Michael Kassler bereits 1761 ein Laufrad, das zunächst in Vergessenheit geriet. Dieses mit zwei Rädern ausgestattete Gefährt wurde mit der Kraft der Beine bewegt. Andere Ingenieure erdachten ähnliche Fahrzeuge, die die Menschheit erstaunten. Über ihre Erfindungen berichtete die zeitgenössische Presse.

Die „Karlsruher Zeitung“ veröffentlichte am 1. August 1817 einen Artikel, der ein neuartiges Gefährt auf zwei Rädern beleuchtete, das der Forstmeister Drais erschaffen hatte.

Es entstanden Draisinen für die landwirtschaftliche Nutzung. Wenig später wurde die Kraft der Muskeln genutzt, um auch andere Fahrzeuge zu bewegen.

Schließlich erdachte der schottische Ingenieur Mac Millan ab 1839 die Tretkurbel, die sich auch an heutigen Fahrrädern findet.

Mit dieser Tretkurbel wurde das Laufrad betätigt, das sich an damaligen Zweirädern fand, welche den Fahrrädern vorrausgingen.

Eine weitere Innovation sorgte 1867 auf der Pariser Weltausstellung für Aufsehen. Dort präsentierte der französische Erfinder Michaux ein besonderes Hochrad, das Geschwindigkeiten von bis zu 20 Stundenkilometern erreichte. Seine Räder begeisterten vor allem junge Menschen aus verschiedenen Ländern, die das Fortbewegungsmittel fortan verwendeten.

In England, Frankreich und Deutschland wurden an unterschiedlichen Orten die Vorläufer der Fahrräder produziert. In Großbritannien entwickelte sich eine neue Variante. Dort entstanden Stahlräder, die mit einer Bereifung aus Gummi versehen wurden. Die sogenannten Hochräder, die dem heutigen Fahrrad vorrausgingen, wurden auch in Deutschland geschaffen.

Schon 1887 gab es 456 Produktionsstätten, die pro Jahr circa 7.000 Hochräder schufen. Die Räder konnten sich aber nur wenige Menschen leisten, weil sie zwischen 4.000 und 5.000 Reichsmark kosteten.

Fahrräder der Moderne

 

Aus dem Hochrad entstand das eigentliche Fahrrad, das ein Produkt der Moderne ist. Nun wurde kein einzelnes Rad angetrieben, stattdessen wurde eine Gliederkette bewegt, die die Tretbewegungen auf beide Räder übertrug. Die Gliederkette war bereits 1865 durch den französischen Ingenieur Sergent erdacht worden. Sie wurde zunächst in Rädern verbaut, die in Paris entstanden.

Wenig später wurde das Konzept für die Produktion von Niederrädern genutzt, die per Kette betrieben wurden. So entstanden die modernen Fahrräder, die auch über einen neuartigen Rahmen verfügten. Dieser wurde ab 1890 durch den Konstruktor Humber entwickelt, der den Fünfeckrahmen erfand, der auch noch heute eingesetzt wird.

Die neuartigen Fahrräder waren wesentlich günstigere Fortbewegungsmittel als die Autos, die sich nur reiche Personen leisten konnten – mit der Zeit wurden sie von Massen verwendet. Tatsächlich war das Fahrrad das erste Massenverkehrsmittel in Europa. Als es im frühen 20. Jahrhunderts für Arbeiterinnen und Arbeiter erschwinglich wurde, kauften sie das Rad, um die immer längeren Wege zur Arbeitsstelle zu bewältigen.

Schon 1936 fuhren in den deutschen Großstädten zwischen 40 und 60 Prozent der Leute mit dem Fahrrad zur Arbeit. Damals hatte es aber auch noch eine andere Funktion. Es wurde für weitere Urlaubsfahrten genutzt. Dabei konnten die neuen Radwege befahren werden, die in diesen Jahren entstanden. Ab 1938 existierten mehr als 10.000 Kilometer Wegstrecke in Deutschland, die für die Fahrräder geschaffen wurden.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Fahrrad ein wichtiges Fortbewegungsmittel für viele Menschen. Der Diebstahl stellte für diese Personen, die das Fahrrad im Prinzip zum Leben benötigten, eine Katastrophe dar, weil die Neuanschaffung zu teuer war. 

Daher versuchten gerade diese Menschen, ihr Fahrrad durch Schlösser zu schützen, was leider nicht immer gelang. Mit den damaligen Diebstählen von Bikes befasste sich zum Beispiel der italienische Film „Fahrraddiebe“, der 1948 durch den Regisseur Vittorio De Sica gedreht wurde. Dort wird einem jungen Mann, der in ärmlichen Verhältnissen lebt, das Fahrrad gestohlen, welches er aber benötigt, um den Lebensunterhalt für seine Familie zu sichern. Als er nun selbst ein Fahrrad stiehlt, wird der Protagonist durch seinen fassungslosen Sohn beobachtet.

Bis in die 60er Jahre blieb das Rad ein Fortbewegungsmittel der Massen. Danach wurde es zunehmend durch Motorräder und Autos verdrängt. Eine Zeit lang war das Fahren von Rädern verpönt. 

Erst mit den Ölkrisen der 70er Jahre erlebte das Rad eine Renaissance. Durch das wachsende ökologische Bewusstsein wurden Räder nun erneut in Großstädten eingesetzt.

Der Staat reagierte, indem er eine Infrastruktur schuf. Erneut wurden Fahrwege für die Radfahrer geschaffen. Dabei veränderten sich die Bikes deutlich. Mit den Mountain-Bikes entstanden Alternativen, die vor allem in den bergigen Gegenden eingesetzt wurden, wo bislang nur selten das Fahrrad genutzt wurde. Die Rahmen wurden leichter, die Technik verbesserte sich fortwährend. Nun war das Fahrrad oftmals ein Statussymbol, das viel Geld kosten konnte.

Sicherheit durch Fahrradschlösser

Mit der Zahl der Räder, die sehr teuer waren, stiegen die Diebstähle. Wurden 1978 rund 290.000 Diebstähle registriert, waren es wenige Jahre später fast 500.000 Bikes, die gestohlen wurden. Dadurch stieg das Bedürfnis nach Sicherheit. Es entstanden neue Schlösser, die zum Schutz der Räder konzipiert wurden. Diese haben sich ebenfalls im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Die leicht zu knackenden Rahmenschlösser wurden durch neue Arten ergänzt.

Früher wurden Fahrräder häufig mit einfachen Vorhängeschlössern gesichert. Diese Schlösser wurden von unterschiedlichen Herstellern wie Axa oder Abus gefertigt, die bereits in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aktiv waren. Später ergänzten die Unternehmen ihr Sortiment durch besondere Fahrradschlösser, die für Sicherheit sorgen sollen. So produzierte Axa bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einfache Schlösser, die zur Sicherung des Drahtesels konzipiert wurden.

An den damaligen Rädern fanden sich vor allem Rahmenschlösser, die allerdings nicht immer für Sicherheit sorgten. Besorgte Besitzer von Fahrrädern ergänzten diese daher mit weiteren Sicherheitssystemen. Vor allem Kabelschlösser wurden eingesetzt, um die damaligen Fahrräder vor Diebstahl zu sichern. Diese bestanden oftmals nur aus Draht, weswegen Diebe leichtes Spiel hatten. Sie werden zwar noch heute verkauft, bieten aber keinen große Schutz.

Es folgten Kettenschlösser, die bis in die Gegenwart hergestellt werden. Bis heute werden auch Bügelschlösser genutzt, die schon in den 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts für Sicherheit sorgten. Ab 2005 wurde das Angebot durch Gliederschlösser ergänzt, die nur wenig Raum benötigen, weil sie wie ein Zollstock zusammengefaltet werden können. Die heutigen Bügel- und Faltschlösser haben mit vorherigen Sicherheitssystemen nur wenig gemein. Sie können tatsächlich für Schutz sorgen, weil sie schwerer zu knacken sind.

Fahrräder: Zahlen zum Diebstahl und zur Sicherung

 

Im Jahr 2014 veröffentlichte die Polizei erneut erstaunliche Zahlen, die den massiven Diebstahl von Fahrrädern belegen.

So wurden in der Bundesrepublik mindestens 339.760 Bikes gestohlen.

Viele Täter werden nicht gefasst. Die Aufklärungsquote liegt unverändert bei 9,6 Prozent. Wer sind die Kriminellen? Was ist ihr Motiv? In welchen Städten wird besonders oft geklaut? Wir haben die Statistiken analysiert, um Antworten zu geben.

Jeden Tag werden mehr als 1.000 Bikes in Deutschland geklaut.  

Weil viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden, dürften die realen Zahlen noch höher liegen. Durch die Diebstähle entsteht ein massiver Schaden. Die Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bezifferten den Gesamtschaden bereits vor wenigen Jahren auf etwa 124 Millionen EuroDer eigentliche Schaden dürfte noch höher liegen, weil der exakte Wert von Fahrrädern nicht immer erfasst wird.

Insgesamt konnte die Polizei zum Beispiel im Jahr 2009 20,1 Prozent aller Diebstähle aufklären, die registriert wurden. Bei Fahrrädern ist die Quote wesentlich geringer. Im gleichen Jahr waren es nur 10,3 Prozent aller Fahrrad-Diebstähle, die durch die Polizei geklärt werden konnten. In allen anderen Fällen wurde weder Dieb noch Fahrrad gefunden.

Die hohe Diebstahlquote und die wenigen Fahndungserfolge führen dazu, dass die Zahl der Neuanschaffungen steigt. Laut einer repräsentativen Umfrage, die durch einen der bekanntesten Online-Händler für Fahrräder durchgeführt wurde, nutzen rund 44 Prozent aller Befragten ein Bike, das höchstens ein bis zwei Jahre alt ist. Gerade diese Fahrräder geraten ins Visier von Kriminellen, die nicht nur in den Großstädten zuschlagen.

In kleineren Städten, die zwischen 20.000 und 100.000 Einwohner besitzen, werden 36 Prozent aller Diebstähle verübt. Im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner werden die meisten Bikes in Münster und Magdeburg geklaut. Auch dort berichten Polizisten von gewerbsmäßigen Banden, die Transporter verwenden, um die ungesicherten Fahrräder blitzschnell zu verladen.

Die Beschaffungskriminalität, bei der die gestohlenen Fahrräder zur Finanzierung von Suchtmitteln gebraucht werden, spielt nach wie vor eine wichtige Rolle. In vielen Fällen wird das Rad auch spontan gestohlen, weil die Täter nach Hause kommen wollen. Schließlich liegt bei rund 70 Prozent aller Täter, die ermittelt werden, der Wohnort in der Nähe des Tatorts. Die gefassten Täter sind zumeist deutscher Herkunft. Nur 18 Prozent aller Täter besitzt keinen deutschen Pass.

Unter den Tatverdächtigen befinden sich nur wenige Frauen. Der Großteil der Verdächtigen sind Männer mit 91,9 Prozent. Frauen und Mädchen stehen nur bei jedem zwölften Diebstahl unter Verdacht. Gerade bei heranwachsenden Männern gilt die Entwendung eines Fahrrads häufig als Kavaliersdelikt, weil kein Unrechtsbewusstsein existiert.

Viele Fahrräder, die durch die Diebe geklaut werden, waren kaum oder nur unzureichend gesichert. Jedes vierte Bike, das 2009 entwendet wurde, war nicht sicher abgestellt. Der Diebstahl erfolgt auch heute vor allem bei Rädern, die über schwächere Schlösser verfügen und sich einfach knacken lassen. Gerade bei Rahmen- und Kabelschlössern haben die Langfinger ein leichtes Spiel. Diese lassen sich zum Beispiel mit einem Bolzenschneider öffnen, der auch über Onlineshops wie Amazon verkauft wird.

Der ADFC stellte bereits vor einigen Jahren fest, dass es die Diebe einfach haben, wenn die Bikes „gar nicht“ oder „schlecht gesichert“ sind. Damals warnten die Experten vor billigen Schlössern, die oftmals nur einen unzureichenden Schutz bieten. Daher kann es sinnvoll sein, etwas mehr Geld in ein hochwertiges Schloss zu investieren. Auch die Kombination aus mehreren Sicherheitssystemen scheint sinnvoll. Die Besitzer sollten das Schloss aber nicht nur zum Ab- sondern auch zum Anschließen verwenden. Ansonsten laden sie Diebe ein, die das Fahrrad einfach fortragen werden.