Faszien und Triggerpunkte

Faszien werden als Weichteil-Komponenten des Bindegewebes genannt, die den kompletten Körper als ein verbindendes und umhüllendes Netzwerk umspannen. Faszien revolutionieren die Erkenntnisse über das Faszientraining. Es werden Elemente aus Yoga und aus östlicher Kampfkunst, federnde Gymnastik-Bewegungen absolviert, wie sie schon unsere Großeltern durchgeführt haben. Neu daran sind nicht die Bewegungen, sondern die wissenschaftliche Aussage, mit der wir besser verstehen können, was in den Faszien passiert. Darüber hinaus wird bei Überlastungsschäden im sportlichen Bereich nicht das rote Muskelfleisch, sondern das kollagene Fasernetzwerk gefordert. Nach heutigem Stand, stellt dieses Netzwerk unser wichtigstes Sinnesorgan dar. Es gilt als die Basis unserer koordinativen Körperwahrnehmungen.

Faszien und Triggerpunkte

Als Triggerpunkte werden verhärtete Muskeln und Sehnenansätze bezeichnet. Sie reagieren auf Druck und können auch in anderen Körperregionen zu schmerzhaften Belastungen führen. Triggerpunkte oder Myogelosen entstehen durch Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Sportverletzungen, Arthrose, einseitige Belastung als auch durch psychische Probleme. Dabei kommt es zu einer lokalen Unordnung, die sich im Zusammenspiel der Fasern von Muskeln, Sehnen und Faszien zeigt. Es werden ganz kleine Nervenenden gereizt, diese lösen dann den Schmerz aus.

Darüber hinaus führt die Fähigkeit sich nicht zu entspannen dauerhaft zu Verkürzungen der Muskelfasern. Ärzte bezeichnet das als „myofasziales Syndrom“.

Schmerzen die aus Triggerpunkten entstehen können kann man manchmal vergleichen mit Akkupunkturpunkte. Sie strahlen in andere Körperteile und zwar vom Gesäß ins Bein, von der Schulter in den Arm und vom Kiefergelenk bis in den Kopf. Die Schmerzen sind spürbar, wenn man auf einen der Triggerpunkte drückt und dann Schmerzen in anderen Körperregionen verspürt. Experten sind der Meinung, dass etwa 80 % von den Schmerzen im Bewegungsapparat von Triggerpunkten ausgelöst werden.

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Die spezielle Druckmassage

Druckmassage am oberen Rücken einer FrauTriggerpunkte sind im Röntgenbild nicht zu erkennen, können sich aber am kompletten Körper befinden. Sie lassen sich gut behandeln und auch ertasten, was dann schnell zu einer Schmerzlinderung führt. Die Behandlung sieht aus, indem die verhärteten Muskeln durch bestimmte Formen der Druckmassagen, gezielte Einstiche oder Injektionen mit lokalen Betäubungsmitteln versehen werden. Dieser Nadelstich bringt einen starken Reiz auf die Muskelfasern und die Nervenrezeptoren. Die Muskelfasern entspannen sich dann und verlängern sich, ebenso wird die Durchblutung gebessert und der Schmerz lässt nach. Ebenfalls wird ein kräftiger Druck auf einen Triggerpunkt einen starken Reiz auslösen, die verhärteten Muskeln entspannen sich, es gelangen Sauerstoff und Nährstoffe wieder in den Muskel, dadurch löst der Triggerpunkt sich.

Ursachen der Triggerpunkte

Triggerpunkte kann man an jedem unserer 600 Muskeln finden. Sie können Mißempfindungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und darüber hinaus eine große Symptomen-Vielfalt nach sich ziehen. Sie entstehen durch Überbelastung bei der Arbeit, Sport und in der Freizeit:

  • Verletzungen wie Zerrungen, Narben, Operationen oder Knochenbrüche
  • einseitige Bewegung und Überbelastung durch Sport
  • chronische Fehlhaltungen am Arbeitsplatz
  • Belastung durch Stress und Ärger
  • Übersäuerung
  • Bewegungsmangel

Der Durchblutungsmangel wird durch die Triggerpunkte verstärkt. Es entsteht dadurch eine Überbelastung der Sehnen und Gelenke, die zu Einschränkungen der Bewegung und zu Schmerzen führen können. Durch die Schmerzbildung nimmt der Betroffene eine Schonhaltung ein, die durch die Fehlhaltung verstärkt wird und noch mehr Schmerzen mit sich bringt. Letztendlich können Triggerpunkte degenerative Veränderungen wie Arthrose mit sich bringen.

Triggerpunke haben eine große Vielfalt an Symptomen

Es können Schmerzen der verschiedensten Art auftreten, Beweglichkeitseinschränkungen, Schwäche, Taubheit, Steifheit, Brennen, Kribbeln als auch Kompression von Nerven und Blutgefäßen. Das Besondere an der Schmerzausstrahlung durch Triggerpunkte ist, dass der Schmerz nicht am Triggerpunkt sitzt, sondern oftmals am weit entfernten Gebiet. Sie können auch Kopfschmerzen, Nacken- und Kieferschmerzen, Rückenschmerzen, viele Arten von Gelenkschmerzen auftreten. Auch können sie eine Ursache von Skoliosen, Bandscheibenvorfällen und Nervenwurzelkompressionen sein. Oftmals gehen sie einher mit chronischer Müdigkeit, Erschöpfung, Depressionen und Angststörungen.

Der Name Trigger kommt aus dem Englischen und bedeutet Auslöser, andere Bezeichnungen sind auch Myogelosen oder Myofasziales Schmerzsyndrom.

Kein Herzinfarkt? Dann ist es der Muskel-Faszien-Schmerz

Wirbelsäule einer FrauDas sogenannte myofasziale Syndrom, das vielfache Muskelschmerzen bestimmt, übersieht man noch zu häufig. Es sind die Leitsymptome die sehr nebelhaft sind. Der am Anfang stehende Muskelschmerz kann sich mit weiteren Muskeln verbinden und auch auf entfernte Organe übergreifen. Diesem Geschehen liegen Triggerpunkte in Skelettmuskeln zugrunde. Die Aktivierung kann zu Fehlfunktionen führen. Sie kann sich in verringerter Dehnbarkeit und Beweglichkeit zeigen. Erstauslöser sind akute und chronische Überbelastung. Dabei liegen die Ursachen außer den Muskeln, beispielsweise bei Nervenleiden und auch orthopädischen Erkrankungen. Auf jeden Fall kommt es zu einer Dysbalance der Muskeln, die ohne eine entsprechende Therapie zum Selbstläufer werden kann.

Um die Ausstrahlung der Muskelschmerzen zu verstehen, wird zwischen tonischen und phasischen Muskelfasern entschieden. Dabei spielt es eine Rolle, dass Fasern unterschiedlich auf außen liegende Störreize reagieren. Dabei neigen tonische Faszien zur Verkürzung und phasische zur Schwächung. Besteht in einem gesunden Muskel ein funktionierendes Gleichgewicht beider Faserarten, so überwiegt beim MFS die tonische Seite.

Der Testschmerz

Das wichtigste Erkennungsmerkmal zeigt sich auf eine mechanische Reizung. Aber dass benötigt eine große klinische Erfahrung und kann schmerzvoll sein. Der gereizte Triggerpunkt überträgt den provozierten Schmerz in die Referenzzone. Die Schmerzübertragung kommt offensichtlich aus Änderungen im Rückenmark. Bei Triggerschmerzen im Brustmuskel kann sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt stellen.

Weite Ausstrahlung der Muskelschmerzen

Frau mit Nacken- und RückenschmerzenWenn die Auslöser bestehen bleiben, kann es letztlich zu Änderungen von Motorik und Körperhaltung kommen, die das Ungleichgewicht stützen. Das sollte bei einer Therapie genügend berücksichtigt werden. Experten zufolge lösen aktive Triggerpunkte Schmerzen aus, die in weiter entfernte Körperareale (sogenannte Referenzzonen) übertragen werden. So können wie bei einer Kettenreaktion in der Referenzzone neue Triggerpunkte entstehen. Letztendlich entsteht ein verflochtenes Schmerzmuster, das zu schlimmen Funktionsausfällen führen kann. Das MFS tritt oft als Rückenschmerzen auf, doch es zeigt sich auch in vielerlei Gestalt. Symptome wie Spannungskopfschmerzen, Ischias, Schleimbeutelentzündung und Schwindel sind dabei nicht selten.

Es wird angemerkt, dass genaue Statistiken noch nicht erfasst sind. Man geht von beiden Geschlechtern aus, die Häufigkeit liegt zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Vor allem sind Frauen im mittleren Alter, die eine sitzende Tätigkeit haben, davon betroffen. Auf der anderen Seite aber scheint eine starke Beanspruchung und zwar täglich, für die Muskulatur einen Schutzeffekt zu erfüllen. Viele oder die meisten Triggerpunkte liegen mit den Akkupunkturpunkte zusammen. Wenn mehrere beieinander liegen, so findet sich ein tastbares Knötchen, in dessen Umgebung das sogenannte gespannte Seil entsteht, welches man ebenfalls ertasten kann und auf Dehnung mit Schmerz und Druck reagiert.

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