Historischer Rückblick: Wer erfand wann die Hängematte?

 In Hängematte Ratgeber

Hängematten sind toll. Sie sind bequem und genau der richtige Ort, wenn man seine Seele baumeln lassen möchte. In ihnen findet man Ruhe. In ihnen kann man schlafen. Doch woher kommt dieses Göttergeschenk überhaupt und wie hat es die Hängematte nach Europa und in unsere Gärten geschafft?

Herkunft und Geschichte

… und es waren wirklich die Götter, die uns diese Ruhe- und Schlafstätte geschenkt haben. Denn ihrer Herkunft nach waren es die Mayas aus Südamerika, die vor über 1000 Jahren die Hängematte erfunden haben. Schon damals galt sie als bequemer Schlafplatz, der darüber hinaus auch noch platzsparend war. Das war aber nicht die einzige Verwendung, denn die Hängematte wurde auch als Fischernetz verwendet. Deswegen ist die klassisch-typische Hängematte auch im Netzformat.

Es gibt verschiedene Modelle der Hängematte. Ob mit oder ohne Stab beleuchtet dieser Ratgeber.Es war zu Mayas Zeiten besonders deswegen so beliebt in der Hängematte zu schlafen, weil die Temperaturen sehr hoch waren. In der Hängematte war ein Schlafen mit einer rundum Kühlung und Lüftung möglich. Auch die auf dem Boden kriechenden, giftigen Tiere waren ein Grund, warum die Mayas sich lieber in erhöhter Position in der Hängematte zur Ruhe betteten. Damit war das Schlafen in der Hängematte nicht nur bequemer, sondern auch sicherer … und letzten Endes auch hygienischer.

Spannend und interessant ist die Tatsache, dass die Hängematte nicht nur als netzartige Schlafmatratze galt, sondern das auch eben jenes Netz zum Fischen genutzt wurde … und das nicht nur von den Majas, sondern wohl auch von anderen südamerikanischen indigenen Völkern und Stämmen.

Somit war die Hängematte auch zur Sicherung der Nahrung notwendig. Die Hängematte hatte ihren verdienten Stellenwert im Leben ihrer ‚Erfinder‘. Die Taino Indianer der dominikanischen Republik betteten sogar ihre Toten zur letzten Ruhe in ihrer Hängematte.

Etymologisch Wissenswertes

Die klassische, urtypische Hängematte war also ein Hängenetz. Gewebt wurden diese Netzte aus den Fasern des Hamak Baumes, wie es auch die Tainos in Haiti taten. Dies lässt die Verbindung zum englisch Wort ‚Hammock‘ naheliegen. Kolumbus erwähnte in seinen Berichten übrigens auch die hängenden, zum Schlaf genutzten Netze. Er bezeichnete sie als ‚Hamacas‘. Das erklärt eine ähnliche Verbindung. Das Spanische ‚Hamaca‘ bedeutet darüber hinaus ‚geworfenes Netz‘. Damit wird die Verwendung der damaligen Hängematte als Fischernetz ebenfalls impliziert.

Das deutsche Wort ‚Hängematte‘ hingegen, ist wohl eher eine Fehlinterpretation und -Übersetzung. Aus dem Englischen ‚Hammock‘ wurde im Laufe der Jahre und Geschichte das Wort ‚Hangmat‘, was mit ‚hängender Matte‘ übersetzt werden kann. Dass sich daraus das Substantiv ‚Hängematte‘ entwickelt hat, ist naheliegend.

Das erste Mal wurde die Hängematte übrigens in Aufzeichnungen von 1529 erwähnt. Hier wurde sie das erste Mal als ‚Hamach‘ bezeichnet. Es wurde aber schon bald phono-semantisch angeglichen und zur Hängematte.

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So kam die Hängematte nach Europa

Christopher Kolumbus hat auf seinen Reisen viel von den hängenden, netzartigen Betten berichtet. Mit ihm kam die hängende Matte dann auch nach Europa. Die ersten Aufzeichnungen stammen übrigens aus dem Jahr 1492. Kolumbus ist auf den Bahamas auf diese Art zu Schlafen und sich zur Ruhe zu betten gestoßen. Er war verwundert und zugleich begeistert, wie kreativ die Ureinwohner sich an ihre Umgebung angepasst haben und wie sie sich die Natur zu Nutze gemacht haben. Er war es dann auch, der die ersten Hängematten mit nach Europa brachte … und von hieran nahm alles seinen Lauf.

Die Hängematte fand schon früher vielfältigen Einsatz.Erst wurde die Hängematte vornehmlich zur See und auf Schiffen eingesetzt. Kein Matrose mussten von nun an mit nassen Füssen zu Bett gehen oder gar mit ihnen aufwachen. Sie war ein beliebter Schlafplatz der Matrosen. Teilweise werden die hängenden Schlafnetzt sogar heute noch auf Schiffen eingesetzt und genutzt. Besser kann man sich doch wohl wirklich nicht in den Schlaf wiegen lassen. Auf dem Schiff war die Hängematte auch deswegen so beliebt, weil sie unglaublich viel Platz und material sparte und darüber hinaus auch schnell zu verstauen war. Zudem glich sie auf natürliche Art und Weise das Schwanken der Schiffe auf hoher See aus. Matrosen schliefen einfach besser in den hängenden Netzen.

Heute nutzen wir die Hängematte vornehmlich zur Entspannung. Sie hängt in Gärten und auf Balkonen. Der Wandel zur Ruhestätte kam wohl in den 1960ger Jahren. Denn Baumwolle war massenweise vorhanden und die Produktion von Baumwollhängematten seitdem auch für den Otto-Normal Bürger erschwinglich. Damals galt die Hängematte als ein Statement zum entspannten Leben. Sie galt als besonders chic und wurde auch als Modeaccessoire genutzt und eingesetzt.

Unsere Hängematte erfährt heutzutage also ein breites Spektrum an Verwendungen. In Südamerika, wie auch in warmen, tropischen Teilen Asiens, ist sie als Schlaflager immer noch im Einsatz. Vereinzelnd wird mit ihr sogar auch noch gefischt. In Europa und auch Deutschland, wie auch in Amerika ist sie vielmehr ein Platz der Entspannung für den Garten und an warmen Sommertagen.

In ihr liest es sich besonders gut und auch die Sonne, die einem auf Bauch, Kopf und Gemüt scheint, scheint um ein Vielfaches lieblicher und wärmer zu sein. Zudem ist die Hängematte dabei sich beim Campen eine neue Verwendung zu erschließen. Denn anscheinend beginnt man in ihr häufiger zu nächtigen, als im Zelt, wenn man in der Natur unterwegs ist und im freien nächtigt.

Fazit

Die Hängematte ist beliebt. Damals wie heute. Wussten wir übrigens schon, dass es einen offiziellen Hängematten Tag gibt? Der wird jährlich nämlich am 22. Juli gefeiert. Warum ausgerechnet dieser Tag? Bestimmt haben es, wie so viele außergewöhnliche Feiertage, natürlich die Amerikaner. Warum und wer ihn zuerst gefeiert hat, ist leider unbekannt.

Vermutungen legen nahe, dass es Wirtschaft und Industrie waren, die einen neuen Feiertag ins Leben rufen wollten … um ein wenig die Geschäfte anzukurbeln. In Amerika ging die Hängematte übrigens 1889 in Massenproduktion. Dass der Tag der Hängematte nicht mehr zurück datiert und verfolgt werden kann, ist also nicht verwunderlich. Feiern tut man ihn dennoch … und zwar gerne, feucht, fröhlich und relaxt in der Hängematte. Denn die ist Standard am Tag der Hängematte … und besten Falls kann man auch die ganze Nacht in ihr verbringen.

Einen Siegeszug hat die Hängematte seit ihrer Erfindung sicherlich mit sich gebracht … und dieser scheint auch noch nicht vorbei zu sein; bedenkt man, dass gerade das Campen von der Hängematte erschlossen wird.

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