Können Faszien Kopfschmerzen verursachen?

 In Faszien Ratgeber

Der Körper hat viele Faszien. Durch Bewegungsmangel und Verletzungen verkleben die Fasern des Kollagenbindegewebes. Was bedeutet Faszien überhaupt? Es ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet Band oder Bündel. Optisch sind Faszien ein weißes Gewebe, das Knochen, Gelenke und Organe ebenso auch Muskelfasern umgibt. Das Fasziengewebe ist ein elastisches Netz, das sich dehnen kann und so jede Bewegung mitmacht. Das soll auch so sein, denn wenn Faszien sich zusammenziehen und dehnen, können die Gelenke mühelos bewegt werden. Darum kann man sich leicht vorstellen, wenn das Gewebe verhärtet ist, wie schmerzhaft und mühsam die Bewegungen sein können.

Junger Mann mit Kopfschmerzen am SchreibtischKopfschmerzen kann man behandeln ohne die Gabe von Medikamenten. Kopfschmerzen (Cephalgien) können bei Menschen derart starke Schmerzen auslösen, dass sie zur Tortur werden. Von bohrend, stechend, pochend, dumpf, ziehend bis zu hämmernd sind die Schmerzen zu beschreiben. Sie treten manchmal nur einseitig auf, oft aber auch auf beiden Seiten. Sie können sich hinter der Stirn, im Hinterkopf und an Schläfen ausbreiten. Dabei können Augen, Ohren, Kiefer oder Nase in Mitleidenschaft gezogen werden. Normalerweise ist der Kopfschmerz zwar unangenehm, aber harmlos. Allerdings gibt es Fälle, wo der Arzt aufgesucht werden muss, denn es gibt Kopfschmerzen die auf eine schwere Krankheit hindeuten. Ein Kopfschmerz kann chronisch oder akut verlaufen. Oft sind auch noch andere Körperareale in Mitleidenschaft gezogen, wie das Gesicht, der gesamte Nacken und die obere Halswirbelsäule.

Zu den unangenehmen Kopfschmerzen gibt es Begleitsymptome wie

  • Schwindel- und Nackenschmerzen
  • Brechreiz
  • Empfindlichkeiten gegen Lärm oder Licht
  • Depressionen
  • Konzentrationsschwäche
  • Erinnerungslücken
  • Sehstörungen

Damit der Kopfschmerzen richtig diagnostisiert werden kann, sollten der genaue Schmerzverlauf, der genaue Schmerzort und der Schmerzcharakter bekannt sein.

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Der Spannungskopfschmerz

Dieser wird als unklarer, dumpfer Schmerz im ganzen Kopf beschrieben. Im Gegensatz zur Migräne tritt der Spannungskopfschmerz beidseitig auf und wird stärker bei körperlicher Anstrengung. Betroffene leiden bei diesem Kopfschmerz weniger an Begleitsymptomen. Aus diesem Grund tritt der Spannungskopfschmerz meistens isoliert auf. Er kann über mehrere Stunden andauern und er kann in Migräne ausarten.

Cluster-Kopfschmerz (Bing-, Horton-Syndrom)

Der Cluster-Kopfschmerz wird von den Betroffenen als nur einseitig beschrieben. Diese Schmerzen finden sich überwiegend an der Stirn und an den Schläfen. Im Gegensatz zum Spannungskopfschmerz und zur Migräne ist der Cluster-Kopfschmerz eher kurz und anfallsartig. Aber dabei ist er nicht weniger unangenehm. Der Betroffene wacht von heftigen Kopfschmerz-Attacken auf, der Schmerz dauert normalerweise zwischen 30 – 120 Minuten an, kann aber innerhalb eines Tages bis zu 7 Mal auftreten. Als Begleitsymptome können Nasenlaufen, Tränenfluss und zudem auch Schwellungen der Nasenschleimhaut auftreten. Manchmal gibt es auch gerötete Augen bzw. gerötete Bindehäute.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz

Kopfschmerzen können sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten. Der Schmerzmittelpunkt kann hinter der Stirn, an den Schläfen oder am Hinterkopf liegen. Der Kopfschmerz kann eine große Fläche des Kopfes befallen, bis in den Nacken ausstrahlen und wieder dorthin wandern. Oft wird auch beschrieben, dass Kopfschmerzen in den Hinterkopf strahlen oder vom Nacken aus den Kopf bis hoch zur Stirn ziehen. Die genaue Schmerzbeschreibung ist wichtig, da eine genaue Beschreibung die Ursache klärt und damit die entsprechende Behandlung eingeleitet werden kann. Ebenso ist der Schmerzcharakter wichtig, wenn es auch viele Betroffene nicht genau beschreiben können, da der Schmerz je nach körperlicher Verfassung, mal schlimmer und mal weniger schlimm ausfällt.

Wer unter chronischen Kopfschmerzen leidet, hat meist eine sichtbare Fehlhaltung im Kopf-Nacken-Bereich.

Rückansicht eines schmerzenden Nackens einer FrauJahrelange Studien in der Schmerztherapie haben gezeigt, dass Betroffene unter chronischen Kopfschmerzen leiden, die fast immer eine sichtbare Fehlhaltung im Kopf-Nacken-Bereich haben. Das kann bedeuten, dass Kopfschmerzen nicht nur durch die Muskulatur auf dem Kopf oder das Bindegewebe und Faszien auslöst werden. Der Ursprung von vielen Kopfschmerzen zeigt sich in der Fehlhaltung des Körpers und die daraus entstehenden Muskelverspannungen. Es können Kopfschmerzen auch durch verspannte Schultern, chronisch kontrahierte Rückenmuskeln oder durch zusammengezogene Muskeln am Brustkorb ausgelöst werden. Oft beginnt die Fehlhaltung an den Füssen. Viele Migränepatienten haben beispielsweise nach innen gerichtete Füße und nach vorne gebeugte Schultern. Natürlich sind Kopfschmerzen nicht zu unterschätzen, die durch Unfälle und Verletzungen, bei denen der Kopf in Mitleidenschaft gezogen wurde. Selbst wenn es harmlos erscheint, sollte eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Wenn kein organischer Befund festgestellt wird, sollte man davon ausgehen, dass die Ursache Verspannungen der Kopf- und/oder Nackenmuskulatur als auch des Bindegewebes und der Faszien sind. Viele chronische Kopfschmerzen beginnen durch jahrelange Fehlhaltung im Nacken.

Entstehung der Fehlhaltung

Frau mit Rückenschmerzen im BüroDie Fehlhaltungen entstehen oft durch eine falsche Körperhaltung im Beruf oder auch Angewohnheiten im Alltag. Eine jahrelange Praxis zeigt, dass Kopfschmerzen, die keinen organischen Befund aufweisen, im Zusammenhang mit Fehlhaltungen im Nacken stehen. Mit einer Schmerztherapie können verspannte Muskeln, verklebtes Bindegewebe und die Faszien im ganzen Kopfbereich gelockert werden. Hier helfen wunderbar Massagebälle wie das Set „Well being“ um die Verspannungen und Verklebungen zu lösen. Fehlhaltungen die der Betroffene sich angewöhnt hat, oft im Nacken- und Rückenbereich werden dem Patienten klar gemacht und durch Übungen korrigiert. Bei der Behandlung wird der ganze Körper auf Fehlhaltungen untersucht. Dabei werden stark entspannende manuelle Behandlungselemente angewandt. Bei den meisten Menschen werden die Kopfschmerzen gelindert.

Es werden je nach Schmerzbild verschiedene manuelle Techniken benutzt und aufeinander abgestimmt. Dabei müssen im Kopfbereich nicht nur die Muskeln gelöst werden, sondern auch aus der Dauerverspannung gelöst werden. Gerade der Schädel hat Sehnen und Faszien, die man lockern muss und aus ihrer Spannung praktisch befreien muss. Neben der Therapie und Behandlung der Kopfschmerzen, muss neben dem präzisen Schmerzort, auch die Nackenmuskulatur berücksichtigt werden. Ohne dass eine entsprechende Behandlung der Nackenmuskulatur erfolgt, wird es keine Schmerzlinderung und keine Schmerzfreiheit auf lange Sicht geben.

Therapie als auch Behandlung beim Kopfschmerz

Bei der Therapie und Behandlung gegen Kopfschmerzen wird dem Patienten sein schmerzverursachendes Fehlverhalten bewusst gemacht und mit Körperbewusstseinsübungen korrigiert. Mit ganz normalen Übungen wird dem Patienten eine normale Körperhaltung gezeigt. Nimmt der Patient seinen Körper wieder wahr und es sind Fehlhaltungen und Verspannungen im Alltag bewusst geworden, dann verschwinden normalerweise nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch Begleitsymptome wie Sehstörungen, Schwindel oder Konzentrationsprobleme.

Faszien an der Stirnmuskulatur

Gerade bei Stirnkopfschmerzen und Oberkopfschmerzen sollten die Stirnmuskeln (Frontalis), und die Muskeln, die zwischen den Augenbrauenliegen, behandelt werden. Insbesondere bei Kopfschmerzen an der Stirn und Kopfschmerzen am Oberkopf, sollten die Faszien auf dem Kopf Beachtung finden bei der Behandlung von Kopfschmerzen. Die Muskulatur auf dem Kopf und auch die Stirnmuskulatur sind sehr eben und im Verhältnis zu den anderen Muskeln besitzen sie große Faszien. Dabei sind verspannte Faszien noch unbeweglicher als die Muskeln selbst und können wie eine Plastiktüte um die Muskeln liegen. Der Kopfschmerz wirkt dabei beengt.

Ein Arzt sollte aufgesucht werden:

  • Patient wird von einem Arzt beratenWenn der Kopfschmerz nach einem Schlag auf den Kopf auftritt.
  • Wenn es zu den Schmerzen zu Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen kommt.
  • Wenn zu den Schmerzen ein steifer Nacken kommt und sich auch Fieber einstellt, in diesem Fall kann es sich um eine Hirnhautentzündung handeln.
  • Bei immer wieder auftretenden Kopfschmerzen in kurzer Zeit.
  • Wenn ab dem 40. Lebensjahr plötzlich und das erste Mal Kopfschmerzen auftreten
  • Wenn zu den Kopfschmerzen Begleitsymptome auftreten wie Kurzatmigkeit, Übelkeit oder seltene Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich oder in der Augengegend.
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