Über den Trockenschnorchel

 In Schnorcheln Ratgeber

Gutes Schnorchel-Equipment ist natürlich essentiell. Eine Taucherbrille, die nicht dicht ist und beschlägt, Schwimmflossen, die Blasen verursachen oder ein Schnorchel, in den leicht zu viel Wasser einläuft trüben das Abenteuer unter Wasser. Die perfekte Ausrüstung dagegen sorgt dafür, dass man sich treiben lassen und den Alltag für eine kurze Zeit vergessen kann. So kann man sich voll und ganz auf traumhafte Unterwasserwelten konzentrieren und sich von diesen verzaubern lassen.

Die, die tauchen oder schnorcheln wissen bestimmt, dass eine gewisse, kleine Menge Wasser im Schnorchel normal ist. Für die, die das dennoch gerne verhindern möchten, gibt es den Trockenschnorchel.

Die Geschichte der Trockenchnorchel: Die Nautilus Zwillings-Maske

Eigentlich sind die Trockenschnorchels nichts sonderlich neues in der Welt des Schnorchelns. Vielleicht erinnern Sie sich sogar noch an die Nautilus Schnorchel-Maske, bei der eine bestimmte Vorrichtung direkt an der Maske selbst angebracht war. Zwei Schnorchel führen vom oberen Rand zum Sichtglas. Damit kein Wasser eindringen konnte, gab es zwei Halterungen mit Ping Pong Bällen. Wenn man nun mit der Maske untertauchte, würden die beiden Bälle nach oben getrieben werden und alle Zugänge verschließen. Die Theorie hinter dieser Gerätschaft war keineswegs schlecht, aber in der Praxis gab es so einige Nachteile, sodass die Nautilus eher nicht genutzt wurde.

Die Ping Pong Bälle verhielten sich dabei übrigens wie im Boyle’schen Gesetz beschrieben, bei dem es um Druck-Volumen-Beziehungen von Gasen geht. Dabei muss man sich den Ball wie eine Schale vorstellen, die Luft inne hält. Wenn von außen Druck einwirkt – in diesem Fall durch Wasser – komprimiert das Gas im Inneren. Falls zu viel Kraft eingewirkt hätte, wären die Ping Pong Bälle kaputt gegangen und Wasser hätte in die Maske eindringen können.

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Heutige Trockenschnorchel

Die neueren Trockenschnorchel wurden in den 90er Jahren interessant. Zunächst kamen sie noch in einem recht klobigen Design daher, ehe sie von schmäleren, sehr viel effizienteren Modellen abgelöst wurden. Dann wurden sie sogar zum bevorzugten Ausrüstungsstück für viele Schnorchler weltweit.
Also, der eigentliche Grund für die sogenannten Trockenschnorchel ist, Wasser aus dem Luftrohr fern zu halten. Das wird übrigens durch das Ende des Schnorchels sicher gestellt. Verschiedene Hersteller haben dabei ihre eigene Art und Weise, aber das Prinzip bleibt immer das gleiche. Wenn also das obere Schnorchelende unter Wasser ist, sorgt ein Mechanismus dafür, dass der Zugang verschlossen wird. Er wird dann freigegeben, wenn der Schnorchel das Wasser wieder verlässt. Eine Plastikumhüllung kommt ebenso zum Einsatz; sie soll zusätzlich helfen etwaiges Wasser fern zu halten. Denn wenn man sich über der Oberfläche befindet kann möglicherweise trotzdem etwas Nass in das Luftrohr spritzen.

Ein Trockenschnorchel kann aber dennoch nicht dafür sorgen, dass wirklich niemals Wasser eindringt. Entnehmen Sie zum Beispiel das Mundstück und tauchen unter, kann das kühle Nass kaum noch etwas aufhalten. Aber keine Sorge, darüber hat man sich Gedanken gemacht und an einer Lösung gearbeitet. Und zwar wurde ein Ventil in den Schnorchel eingefügt, der Wasser zurückweist.

Hersteller sind auch sicher gegangen, dass eine Pendelatmung leichter verhindert werden kann. Das wird durch zusätzliche Features gewährleistet. Jedes Mal, wenn ausgeatmet wird, wird diese Luft durch das gerade erwähnte Ventil geleitet, nicht einfach durch das Ende des Schnorchels. So erlangen Sie bei jedem Einatmen frische Luft und nicht bereits verbrauchte.

Mit dem Trockenschnorchel ins Wasser…

Ein Trockenschnorchel kann vor allem dann eine gute Idee sein, wenn Sie noch Anfänger und noch nicht allzu selbstsicher im Wasser sind; er hält das Wasser fern von Ihrem Mund. Dabei werden Sie merken, dass der Mechanismus noch kurz verschlossen bleibt, auch wenn Sie sich bereits wieder über der Wasseroberfläche befinden.

Probleme können entstehen, wenn Sie weit nach unten tauchen möchten. Denn dann wird die Luft im Schnorchel komprimiert. Das heißt, es entsteht ein Vakuum, das verhindert, dass Wasser eindringen kann. Dieser Vakuum-Effekt kann jedoch dazu führen, dass Ihre Lippen oder Zunge angesaugt werden – das ist nicht unbedingt angenehm. Experten raten hierbei zur Übung. Sie müssen Ihre Lungenkapazität bis zu einem gewissen Punkt steuern, damit Sie den Vakuum-Effekt nicht auch noch ankurbeln, sozusagen.

Ein Tipp hierzu: Halten Sie etwa 30 Sekunden lang Ihren Atem an. Oder sogar noch länger; je nach dem, wann Sie das Gefühl verspüren, dass Sie unbedingt wieder Luft benötigen. Wenn Sie dann auftauchen dürfen Sie nicht sofort einatmen. Stattdessen atmen Sie zunächst die alte Luft aus. Problem gelöst.

Was spricht für und was gegen einen Trockenschnorchel?

Vorteile

KAUM WASSER IN DER RÖHRE
Offensichtlich handelt es sich hierbei um das Hauptaugenmerk bei Trockenschnorcheln. Es ist kaum zu unterbinden, dass ab und an etwas Wasser seinen Weg in Ihren Mund findet, doch hier wird diese Möglichkeit äußerst stark reduziert. Diese Art Schnorchel wird Ihre Erfahrung im Gewässer verbessern, vor allem mit Kindern. Außerdem müssen Sie sich keine Sorgen mehr wegen Husten, Erstickungsgefühlen und der damit verbundenen Panik oder schlimmerem machen.
KEINE UNTERBRECHUNGEN BEIM SCHNORCHELN
Kann weniger Wasser in die Röhre eindringen, müssen Sie diese dadurch natürlich weniger oft reinigen. Das führt dazu, dass Sie faktisch mehr Zeit haben, einfach die Unterwasserwelten zu erkunden, ohne sich ständig Sorgen wegen Ihrem Schnorchel mach zu müssen. Sie werden die Möglichkeit haben, viel länger unter Wasser zu bleiben. Das resultiert zudem in einem geringeren Energieverbrauch, da dieser eher gleichbleibend ist. Ansonsten müssten Sie ja mehrmals auftauchen, vielleicht Wasser ausspucken und auch Ihren Schnorchel von diesem befreien.

Nachteile

UNERWARTETE BLOCKIERUNGEN
Manchmal kann es passieren, dass das Ventil sich schließt, auch wenn keine Gefahr droht, dass Wasser eindringt. Das heißt dann, dass Sie nicht atmen können – hierbei sollten Sie auf jeden Fall ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen. Dieses Problem ist mit einer einfachen Handbewegung schnell behoben. Tippen Sie einfach leicht mit einem Finger auf das Ventil; daraufhin wird es sich wieder öffnen. Haben Sie sich einmal daran gewöhnt, passiert diese Bewegung wie von selbst.
TREIBEN UND AUFTAUCHEN
Ein Trockenschnorchel ist immer etwas klobiger als ein normales Modell. Außerdem sorgt das Ventil im Rohr gerne dafür, dass die ganze Konstruktion über Wasser im Prinzip herum treibt. Viele Schwimmer empfinden das als nicht zu knapp nervenaufreibend. Aber das lässt sich mit einer kurzen Handbewegung beheben; ebenso leicht wie beim vorherigen Problem.

Sie sehen, die Vorteile eines Trockenschnorchels liegen auf der Hand. Natürlich bleiben Nachteile nicht aus, aber in beiden Fällen – wenn sich das Ventil schließt oder der Schnorchel unkontrolliert auf der Oberfläche treibt – hilft eine kleine Handbewegung und der Spaß kann ungestört weiter gehen.

Ungestörtes Abenteuer

Wie bereits zu Anfang erwähnt: Das richtige Schnorchelequipment ist äußert wichtig für ein unvergessliches und von Komplikationen freies Abenteuer in verschiedensten Unterwasserwelten. Wenn Sie kein Fan davon sind, dass sich ständig etwas Wasser in Ihrem Schnorchel befindet, dann kann der Trockenschnorchel die geeignete Lösung für Sie sein. Dieser besitzt einen Mechanismus, der Wasser größtenteils fern hält. Wie bereits erwähnt arbeitet das Ventil manchmal etwas zu gut, aber es gibt bestimmt keine gravierenden Nachteile, sodass man vom Trockenschnorchel per se abraten müsste. Im Gegenteil.

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