Besondere Momente: Babyschwimmen

 In Schwimmbrille Ratgeber

Seit den 1970er Jahren nehmen immer mehr Eltern mit ihren Kindern am Babyschwimmen teil. Hierbei handelt es sich um ein besonders intensives Gemeinschaftserlebnis. Das familiäre Gefühl, das beim Schwimmen entsteht, scheint für viele noch wichtiger zu sein als die sanfte Art, das Kind ans Wasser zu gewöhnen. Die Idee, die hinter dem Babyschwimmen steckt, basiert auf dem Gedanken, dass die Ungeborenen in einem Fluidum aufwachsen und sich im Wasser entsprechend wohl fühlen. Die weichen Körperbewegungen, die im Mutterleib auftraten, wurden anfangs mit den Bewegungen beim Schwimmen verglichen. Durch das Babyschwimmen sollten die Babys die Scheu vor dem Wasser verlieren und gleichzeitig mehr Sicherheit gewinnen. Auf natürliche Weise schwimmen, dies war der Hauptgedanke, der dahinter stand. Häufig sind es Schwimmvereine und Anbieter für Aqua-Fitness, Wassergymnastik usw., bei denen man sich fürs Babyschwimmen anmelden kann.

Im Allgemeinen beginnt man damit, wenn die Kinder mindestens vier Lebensmonate alt sind. Im Alter von etwa eineinhalb Jahren endet das Babyschwimmen normalerweise.
Wer mag, kann dann einen Folgekurs mit dem Kind besuchen oder sich nach etwas Anderem umsehen.

Beim Schwimmen mit den Babys ist auf eine besonders gute Wasserqualität zu achten. Das heißt, dass die Filtertechnik nach strengen Richtlinien kontrolliert werden muss. Nur bei Trinkwasserqualität ist Babyschwimmen erlaubt, und dies wird auch häufig überprüft, damit die Gesundheit der Säuglinge und Kleinkinder nicht leidet. Neben der Qualität sollte auch die Wassertemperatur angenehm sein. Experten empfehlen eine Temperatur zwischen 32 und 34 Grad Celsius für das Babyschwimmen, bei einer Lufttemperatur von mindestens 30 Grad. Je kleiner bzw. jünger die Babys sind, desto höher sollte die Wassertemperatur sein. Durch diese Wärme wird die Gesundheit der Kleinen nicht zu stark belastet. Wichtig ist auch eine gute Beheizung der Umkleidekabinen, denn hier sollen die Babys ebenfalls nicht frieren. Die optimale Wassertiefe fürs Babyschwimmen liegt zwischen 1 und 1,4 m: Hier können die Eltern noch stehen und haben ihren Nachwuchs notfalls sicher im Griff.

Zum Teil kommen die Eltern zum Babyschwimmen, wenn das Baby erst eineinhalb Monate alt ist. Wenn das Kind rundum gesund ist, so stellt das kein Problem dar. Die Säuglinge haben einen speziellen Atmungs-Reflex, der auch unter dem Begriff des Tauchreflexes bekannt ist. Durch diesen natürlichen Atemschutz dringt kein Wasser in die Lunge ein, wenn die Babys tauchen. Wenn die Kleinkinder älter werden, etwa zwischen dem vierten und sechsten Monat, so geht dieser Reflex verloren. Durch das Baby- und Kleinkindschwimmen kann man dennoch dem Nachwuchs helfen, auf natürliche Weise zu schwimmen und keine Angst vor dem Eintauchen zu haben.

Schwimmen in der Bauchlage

Kinder haben im Wasser meistens viel Freude.Beim Babyschwimmen werden die Kleinen in der Bauchlage gehalten. In dieser Haltung wird automatisch das reflexartige Kriechen angeregt, sodass die querliegende Muskulatur aktiviert wird. Unbewusst erhält die Bewegung und deren Koordination durch das zentrale Nervensystem eine frühzeitige Stabilisierung. Dieses Reflexkriechen kommt unter anderem bei physiotherapeutischen Anwendungen zum Einsatz, es zeigt sich aber auch in den Bewegungen unter der Wasseroberfläche, die das Kind leicht voranbringen und an die instinktiven Schwimmbewegungen von vierbeinigen Tieren erinnern. Durch die Berührungsreize und die Stimulierung der Nervenfasern erhalten die Muskeln eine deutliche Stärkung, gleichzeitig helfen diese Reize dem Kind, besser zu entspannen und tiefer zu schlafen.

Als eine Art Frühforderung ist das Babyschwimmen eine interessante Methode, das Selbstvertrauen zu verbessern. Um den kleinen, zunächst unbewussten Leistungsvorsprung zu behalten, reicht das Babyschwimmen jedoch nicht aus. Deshalb ist es sinnvoll, im Anschluss an das Babyschwimmen eine andere Bewegungsförderung zu intensivieren. Beim Schwimmen selbst erfahren sie eine Mischung aus pränataler Erinnerung und neuen Erlebnissen. Anschließend beginnt die Zeit der neuen Bewegungserfahrungen, die nicht unbedingt etwas mit dem Schwimmen zu tun haben müssen.

Babyschwimmen hat viele Vorteile

Beim Babyschwimmen geht es darum, dass die Eltern ihren Nachwuchs ganz behutsam an das Wasser gewöhnen. Ein qualifizierter Kursleiter gibt zunächst ausführliche Erklärungen ab und achtet darauf, dass die Eltern das Baby sicher im Griff haben, wenn sie es sanft über die Wasseroberfläche ziehen oder vorsichtig eintauchen. Viele Kinder lieben den Kontakt mit der warmen Flüssigkeit und erschrecken sich auch dann nicht, wenn der Kopf unter die Oberfläche sinkt. Außerdem merken sie, dass die Eltern stets bei ihnen sind, sodass es keinen Grund gibt, Angst zu bekommen. Das angenehm warme Wasser schafft gemeinsam mit den fürsorglichen Eltern eine entspannte Atmosphäre. Durch die ständigen Berührungen entsteht ein inniges Gefühl zwischen Eltern und Kind, das sehr viel intensiver ist als beim normalen Kuscheln zuhause. Für den Körperkontakt muss man nicht unbedingt einen Babyschwimmkurs besuchen, denn es gibt auch andere Möglichkeiten, gemeinsam mit dem Baby das Wasser kennenzulernen. Wenn die Kinder aber noch sehr klein sind, ist es empfehlenswert, wenn man die richtigen Griffe durch die Unterstützung eines Profis kennenlernt. So lässt sich das Baby sicher in der Bauch- oder Rückenlage halten, ohne dass der Nacken überdehnt wird oder der kleine Kopf keinen Halt hat.

Die Kurse für Babyschwimmen finden häufig in Schwimmschulen oder in öffentlichen Hallenschwimmbädern statt. Manchmal gibt es auch physiotherapeutische Einrichtungen mit kleinen Schwimmbädern, die sich dafür eignen. Hier können die Kleinen ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, während die Eltern jederzeit die nötige Hilfestellung geben. Die Bezeichnung Babyschwimmen ist jedoch etwas irreführend, denn eigentlich schwimmen die Babys nicht: Es ist eher ein Tauchen mit nur leichten Bewegungen, das unter aufmerksamer Kontrolle der Eltern stattfindet.

 

Babyschwimmen: ein unvergessliches Erlebnis für die Eltern

Diese sanfte Gymnastik von Eltern und Kind soll das Vergnügen am Schwimmen wecken und die Entwicklung des Kindes fördern. Hierbei stehen neben der Motorik und der gesamten Körperbeherrschung auch die verbesserte Herz- und Kreislauftätigkeit im Vordergrund. Natürlich hilft auch die nunmehr bewusste Atmung dabei, das Körperbewusstsein zu optimieren. Ein zusätzlicher Vorteil zeigt sich in der verstärkten Abhärtung, die dabei hilft, Erkrankungen und Entzündungen vorzubeugen.

Der intensive Kontakt zwischen Eltern und Kindern sorgt für ein starkes Vertrauen, außerdem spielt der soziale Kontakt mit den anderen Kursteilnehmern beim Babyschwimmen für die Eltern sowie für die Kleinen eine gewisse Rolle. Viele Eltern fotografieren ihre Kinder dabei, um sich später gemeinsam an diese frühkindliche Erfahrung zu erinnern. Dann bleibt beispielsweise die Mama mit dem Baby im Wasser, während der Papa am Beckenrand steht und Fotos schießt. Für gewisse Momente braucht man aber keine Kamera, nämlich wenn das Elternteil selbst untertaucht und das begeisterte und gleichzeitig entspannte Gesicht des Babys auf sich zukommen sieht. Mit einer Schwimmbrille ist dies besonders einfach, denn auch wenn die Wasserqualität extrem gut ist, so helfen die dicht sitzenden Gläser dabei, die Augen unter Wasser offenzuhalten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Das Glücksgefühl beim Babyschwimmen ist sicherlich auf beiden Seiten vorhanden, auch wenn sich die Kinder später nicht mehr in diese Zeit zurückversetzen können. Fotos mit einer Unterwasserkamera sind eine gute Möglichkeit, diese Erinnerungen festzuhalten.
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Für das Schwimmabzeichen sollte man im Vorfeld trainieren.